Die Oberentfelder Faustballer werden Vize-Schweizer-Meister!

Bild: Fabio Baranzini / STV Oberentfelden
1/2 Die Oberentfelder Faustballer werden Vize-Schweizer-Meister! Bild: Fabio Baranzini / STV Oberentfelden
Joël Fehr (links) und Oberentfeldens Nicolas Schwander lieferten sich im Finalspiel viele spektakuläre Duelle.

Bild: Fabio Baranzini / STV Oberentfelden
2/2 Joël Fehr (links) und Oberentfeldens Nicolas Schwander lieferten sich im Finalspiel viele spektakuläre Duelle. Bild: Fabio Baranzini / STV Oberentfelden
10.02.2020 09:10

Zwei Punkte fehlten zur perfekten Saison

Die Männer des STV Oberentfelden erreichen erstmals seit vier Jahren wieder ein Finalspiel in der Nationalliga A. Zum Schweizer Meistertitel fehlte gegen Elgg-Ettenhausen nur ganz wenig. 

Faustball Joël Fehr versenkt den letzten Angriff von Elgg-Ettenhausen unerreichbar für die Oberentfelder Mannschaft. Damit endet ein intensives und hochspannendes Finalspiel zwischen diesen beiden Teams. Mit 11:9 im alles entscheidenden siebten Satz müssen sich die Oberentfelder geschlagen geben. Mickrige zwei Pünktchen haben in diesem packenden Spiel gefehlt und die Oberentfelder hätten ihre starke Saison mit dem Schweizer Meistertitel krönen können. 

So aber jubelten die Elgger. Die Enttäuschung im Lager der Oberentfelder war gross. Es flossen gar einige Tränen. Verständlich, denn die Chance auf den ersten Schweizer Meistertitel seit vier Jahren war nach dem Qualifikationssieg und dem souveränen Halbfinalauftritt gegen Widnau (4:1) am Samstag mehr als nur intakt. Vor allem weil man gegen Elgg-Ettenhausen in der Qualifikation beide Partien gewinnen konnte. 

Keine Geschenke erhalten

Auch im Finalspiel hatten die Oberentfelder konzentriert begonnen und den ersten Satz gewonnen. Danach wogte das Spiel bis ganz zum Schluss hin und her. Mit dem besseren Ende für Elgg-Ettenhausen. «Elgg hat praktisch keine Fehler gemacht und sie waren im Zuspiel einen Tick genauer als wir. Das hat am Ende den Unterschied ausgemacht und sie haben verdient gewonnen», musste Oberentfeldens Captain Reto Hunziker neidlos anerkennen

Er war mit Manuel Mosimann der einzige Spieler im Kader der Oberentfelder, der an einem Final4-Turnier schon einmal im Final aufgelaufen ist. Für alle anderen war das eine Premiere. Und das hat man dem Team in gewissen Situationen ein wenig angemerkt. «Das ist absolut verständlich. Es ist etwas ganz anderes, an einem Final4-Turnier im Final zu stehen als in der Qualifikation zu spielen. Die Kulisse ist viel grösser, es ist viel lauter und es geht um viel mehr. Damit musst du erst einmal umgehen können», so Hunziker. 

Grosse Entwicklung gemacht

Nach der ersten grossen Enttäuschung direkt nach Spielschluss konnten sich die Oberentfelder bei der Siegerehrung auf dem Podest doch bereits über die Silbermedaille freuen. Wenn auch noch ein wenig verhalten. «Die Enttäuschung ist schon sehr gross. Aber mit etwas Abstand werden wir stolz sein auf diese Medaille. Und zwar zu Recht, denn wir haben extrem hart gearbeitet für diesen Erfolg und haben eine fast perfekte Saison gespielt. Wir haben eine riesen Entwicklung durchgemacht als Mannschaft», sagt Hunziker. 

Dem pflichtet auch Trainer Koni Keller bei. «Wir haben uns in dieser Saison ein gewisses Selbstverständnis erarbeitet. So können wir eine ganz andere Qualität an den Tag legen als noch in der letzten Saison», findet Keller. «Ich bin sehr gespannt, wie wir uns mit diesem neuen Selbstvertrauen in der Feldsaison schlagen werden.» Der Blick ist bei den Oberentfeldern also bereits wieder nach vorne gerichtet.

Fabio Baranzini