FC Sarmenstorf im Porträt
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01.03.2020 10:00

«Wir wissen wer wir sind, was wir können und was nicht»

Präsident Furrer Tobias gibt im Interview Auskunft über den Meisterschaftsstart und erzählt, wie sie den 2. Liga-Erhalt schaffen wollen.

Herr Furrer, wie läuft die Vorbereitung auf den Meisterschaftsstart am 22. März?

Das «Eis» ist bereits wenige Tage nach Neujahr wieder in die Vorbereitung gestartet. Dieses beinhaltet neben Trainings auf dem Sandplatz auch viel Crossfit – ein bewährtes Mittel bei uns in Sarmi. Nun stehen die ersten Testspiele auf dem Programm und vom 4. bis 8. März sind die Jungs mit ihrem Trainerteam in Malta im Trainingslager.

Letztes Jahr ist die 1. Mannschaft des FC Sarmenstof frisch in die 2. Liga aufgestiegen, was machen Sie, damit sie den Liga-Erhalt schaffen?

Wir bleiben unserer Philosophie trotz der höheren Liga treu und haben deshalb keine grossen Veränderungen vorgenommen. Zwar kam ein neuer Trainer auf diese Saison, dieser Wechsel hatte aber nichts mit dem Aufstieg zu tun. Am Kader und an der Trainingsintensität haben wir aber fast nichts verändert. Wie wollen auch in der 2. Liga vorwiegend mit «Einheimischen» bestehen. Dass dies funktionieren kann, haben die Leistungen in der Vorrunde bewiesen.

Wie viele Trainingsspiele sind geplant?

Aktuell sind vier Spiele in der Schweiz geplant, drei davon gegen 2.-Ligisten aus anderen Kantonen und eines gegen einen Aargauer 3.-Ligisten. Dazu kommt sicher noch ein Spiel im Trainingslager in Malta.

Wie sieht der Trainingsablauf in etwa aus?

Wie bereits angetönt steht aktuell die Kraft und die Ausdauer im Vordergrund. Wir haben keinen eigenen Kunstrasenplatz, konnten aber organisieren, dass unser Fanionteam einmal pro Woche in Wohlen trainieren konnte. Dennoch können wir in dieser Phase jeweils nur bedingt mit dem Ball arbeiten. Ab März rückt dann der Ball wieder mehr ins Zentrum, sowohl im Trainingslager wie auch bei uns zuhause auf dem Bühlmoos – sofern Petrus will.

Warum findet das Trainingslager gerade in Malta statt?

Es ist einiges wärmer als hier . Die Jungs waren schon mehrmals in Malta, es bietet eine sehr gute Trainingsinfrastruktur und die Temperaturen sind perfekt. Zudem kommen auch die Teambildungs-Massnahmen nicht zu kurz. Gemeinsam Zeit neben dem Platz zu verbringen ist ein wichtiger Bestandteil eines Trainingslagers – es schweisst zusammen. Auch wenn unsere Jungs bereits jetzt eine sehr verschworene Truppe sind.

Sind Sie zufrieden mit Ihren Trainern und wo sehen Sie noch Potenzial?

Das Trainerteam arbeitet sehr gut. Es hat die richtige Mischung aus Disziplin und kollegialem Umgang. Spielerisch waren wir in praktisch allen Spielen in der Vorrunde mindestens ebenwürdig, das ist als Aufsteiger nicht selbstverständlich. Wir müssen aber unsere Torchancen unbedingt besser ausnutzen, sprich mehr Tore erzielen um weiter Punkte zu Sammeln. Nur so werden wir uns noch weiter von den Abstiegsrängen entfernen können. - Sonst sind wir rundum zufrieden.

Wie steht es um die Nachwuchsförderung?

Die Nachwuchsförderung steht über allem bei uns im Verein. Mit guter Arbeit in der Juniorenabteilung schaffen wir uns die Mannschaft für die Zukunft. Dass dies nicht nur Worthülsen sind, erkennt man gut an unserer 1. Mannschaft. Von aktuell 23 Spielern im Kader haben 18 zumindest einen Teil der Juniorenzeit bei uns auf dem Bühlmoos verbracht. Das ist ein sehr hoher Wert und es macht uns stolz, mit so vielen «eigenen» in der höchsten regionalen Liga spielen zu können. Neben der Juniorenabteilung spielen dabei auch die 2. und 3. Mannschaft eine wichtige Rolle, sie sind die ersten Stationen, in welchen sich junge Spieler an den Aktiv-Fussball gewöhnen können.

Was zeichnet der FC Sarmenstorf aus?

„Seine Bodenständigkeit“ - Wir wissen wer wir sind und was wir können und auch, was wir nicht können und wollen. Bei uns steht der sportliche Erfolg nicht über allem, aber natürlich nehmen wir ihn gerne. Für uns ist aber der grösste Erfolg, wenn wir in unseren Aktiv-Mannschaften vorwiegend mit einheimischen Spielern auflaufen können. Daneben haben wir auch eine soziale Rolle in der Region wahr zu nehmen und bieten, wenn immer möglich, allen Kids, die Fussballspielen wollen, einen Platz in der jeweiligen Altersklasse an. Wir sind stolz, in allen Alterskategorien vertreten zu sein. Und sicherlich nicht zu kurz kommt das Kollegiale, unsere Teams sind verschworene Einheiten. Auf dem Bühlmoos wurden schon viele tiefe Freundschaften geschlossen.

Was wünschen Sie sich für den FC Sarmenstorf in Zukunft?

Unsere Fussballer sollen die Freude am Spiel und die Kameradschaft untereinander leben und auch die Gegner und Schiedsrichter mit Respekt und Wertschätzung behandeln. Für das Vereinsleben wünsche ich mir Ruhe, Beständigkeit und viele tolle Erlebnisse, welche positive Emotionen und Energie an alle Mitwirkenden zurückgibt und diese so antreibt, weiter zu machen.