Die vier Gloor-Kinder v.l.: Riana (bald 12), Alisha (bald 16), Robin (14), und Elina (9).
1/1 Die vier Gloor-Kinder v.l.: Riana (bald 12), Alisha (bald 16), Robin (14), und Elina (9).
01.02.2020 10:00

«Wir sind eine sportbegeisterte Familie»

Vier Kinder, vier Sportskanonen - das ist die Familie Gloor. Doch damit nicht genug: Auch Vater Gary lässt es sich nicht nehmen, ab und zu an einem Wettkampf teilzunehmen. So haben die Aarauer schon diverse Familienläufe gewonnen. Bewegungssüchtig und ehrgeizig sind sie alle - und zusammen macht alles am meisten Spass.

Aarau Schwimmen, Judo, Unihockey, Tanzen, Fussball, Basketball - die Liste der Sportarten, die die Familie Gloor schon gemacht hat, ist endlos lang. «Uns ist es wichtig, dass die Kinder verschiedene Dinge ausprobieren und Spass daran haben», sagt die Mutter Angieline. Angefangen hat alles mit Schwimmtraining bei den Aarefischen, da die Eltern fanden, wer so nah an der Aare wohne, müsse auch schwimmen können. Trotz Talent wurde den Kindern das tägliche Schwimmtraining aber bald zu langweilig. Sie probierten sich einmal durch das Aarauer Sportangebot und fanden über Umwege schliesslich zur Leichtathletik.

Da die Kinder beim «Schnellsten Aarauer» stets mit ihren guten Zeiten auffielen, wurde der BTV Aarau auf die Gloor-Kinder aufmerksam und holte sie zu sich. Robin und Riana sind nun schon seit ca. sieben Jahren im Verein und standen dabei immer mal wieder auf dem Podest. Der grösste Stolz des 14 Jahre alten Robins sind seine beiden Schweizermeistertitel aus den Jahren 2016/17 über die 1'000-Meter-Distanz. Seine grosse Leidenschaft gilt aber dem Mehrkampf (10 Disziplinen der Leichtathletik), auf den er momentan seinen Hauptfokus legt. Auch seine zwei Jahre jüngere Schwester Riana durfte schon einige Erfolge feiern. Jahr für Jahr schafft sie es bis in den Final des nationalen UBS Kids Cup und stand dort bereits zwei Mal auf dem Treppchen. Auch die Kleinste der Gloor-Kinder, die neunjährige Elina, ist bereits im BTV aktiv und, wie all ihre Geschwister, auch Mitglied des Triathlon Clubs Aarau. In der Diskus-Vorstufensportart Drehwurf durfte auch sie bereits einen Aargauer Meistertitel feiern.

Sportliche Allroundtalente

Was sie auch anfangen, scheint den Gloor-Kindern einfacher zu fallen als anderen. Die Älteste im Bunde hat vor Kurzem beschlossen, der Leichtathletik vorübergehend den Rücken zu kehren und sich aufs Tanzen zu konzentrieren. Die 16-jährige Alisha besucht bereits die Kantonsschule und wollte nicht mehr so viel Zeit in diesen Sport investieren. Ihre drei jüngeren Geschwister gehen nach wie vor täglich ins Training. Mal steht Leichtathletik, mal Schwimmtraining des Tri-Club Aarau, oder etwas ganz anderes auf dem Programm. Hauptsache, es geht etwas. «Wenn sie keinen Sport machen, können sie manchmal kaum schlafen», weiss die Mutter aus Erfahrung. «Sie haben dann einfach noch zu viel Energie übrig.»

Sportlergen von Eltern vererbt

Auch Angieline und Gary Gloor haben früher viel Ausdauersport gemacht, und machen es zum Teil heute noch. «Gary trainiert eigentlich auch fast täglich», sagt Angieline über ihren Mann. «Wir sind eine sportbegeisterte Familie.»

Egal, ob die Gloors gerade in den USA auf einer Rundreise sind oder auf den Philippinen Ferien machen, steht irgendwo ein Lauf an, melden sie sich kurzerhand an und starten gemeinsam. «Es ist immer ein schönes gemeinsames Erlebnis», so Vater Gary. «Anstatt zu wandern, gehen wir eben an solche Events». Manchmal gehe sie auch einfach so zusammen laufen. «Dabei fordern Robin und ich uns gerne gegenseitig heraus», erzählt er. «Doch mittlerweile ist er schon schneller geworden als ich.»

Von Irene Müller