Tobias Carshey macht Schluss mit seinen Depressionen und verarbeitet seine Wut auf der Bühne. z.V.g.
1/1 Tobias Carshey macht Schluss mit seinen Depressionen und verarbeitet seine Wut auf der Bühne. z.V.g.
14.02.2020 08:00

Tobias Carshey bricht aus

Auf sein erstes Album «Bye Bye» folgt bei Tobias Carshey nun das Album «Semicolon», eine Anspielung auf einen speziellen Tattoo-Trend.

Seon Der Wert eines Menschen wird an seinem Guthaben und seinem beruflichen Erfolg gemessen, und der Konsum kann schon längst seine hässliche Fratze zeigen, ohne mit den Konsequenzen rechnen zu müssen, während narzisstische Alpha-Männer Risiko spielen.

Und die Liebe?

Nur ein weiterer Besitz für die Trophäensammlung. Man spürt, wie die Wut im Magen kocht. Doch diese Wut kann man in der virtuellen Realität leicht unterdrücken. Da brodelt sie sediert weiter. Tobias Carshey hat sich aus der isolierenden Depression rausgewunden und bricht nun aus.

Nach seinem Erstling «Bye Bye» folgt das Album «Semicolon». Der Titel ist eine Anspielung auf den gleichnamigen Tattoo-Trend, der Menschen, die einen Suizidversuch überlebt haben, daran erinnern soll, dass ihr Leben weitergeht.

Die Songs sind erdiger und auch ironischer als bei seinem Vorgänger. Carshey lässt sich mehr Zeit für die Musik und gibt der Band mehr Platz um auszubrechen. Energetisch und intim zugleich. Für Leute die Tom Waits und die Eels mögen.

Am 28. Februar in der Konservi Seon, Essen und Trinken ab 18 Uhr, Konzertbeginn um 20.15 Uhr

pd