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Das helfende Ok von links: Roman Schurter, Romana Augstburger, Timo Grünenfelder, Joana und Rafael Enzler. Allesamt Lenzburger, die helfen wollen.
z.V.g.
2/2 Das helfende Ok von links: Roman Schurter, Romana Augstburger, Timo Grünenfelder, Joana und Rafael Enzler. Allesamt Lenzburger, die helfen wollen. z.V.g.
21.03.2020 08:00

Sehen sich in der Pflicht: «Wir wollen den Menschen helfen»

Die Lage ist ernst. Besonders bewusst machen, wollen dies fünf Akteure aus Lenzburg. Roman Schurter, Romana Augstburger, Timo Grünenfelder, Joana und Rafael Enzler. Sie haben zur Entlasutung der Risikogruppen eine WhatsApp-Gruppe zur Koordination der Nachbarschaftshilfe gegründet. Drei Fragen, drei Antworten.

Lenzburg Er wolle über die hohe Hilfsbereitschaft der Lenzburger informieren. Mit diesen Worten begann ein Communique, das von Timo Grünenfelder versendet wurde. Grünenfelder ist 22 Jahre alt und gründete mit Roman Schurter, Romana Augstburger, Joana und Rafael Enzler eine Whats App-Gruppe mit momentan 92 Helfern. Geholfen wird bei allem Möglichen. Sei dies nun ein einfacher Einkauf oder auch Kinderbetreuung.

Wem soll geholfen werden?

«Wir wollen Menschen der Risikogruppe, die ihr zu Hause nicht mehr verlassen sollten, bei Angelegenheiten wie Einkaufen oder Medikamente besorgen unterstützen oder Sie bei Bedarf zum Arzt fahren, damit Sie die ÖV vermeiden könnten», meint Grünenfelder. Auch beim Hüten von Kindern von erwerbstätigen Eltern wolle man gerne gerne helfen. Spitex, Pro Senectute, Samaritervereine, Altersheime und weitere Organisationen in Lenzburg sind bereits über die vielen Helfer infomriert. Hilfe wäre auch dort denkbar.

Wie funktioniert‘s?

Die Helfer haben eine WhatsApp- Gruppe gegründet. Dieser kann man über einen Link oder den QR Code auf dem Flyer beitreten. Der Flyer wurde bereits verteilt. «Wenn jemand gerne Hilfe beanspruchen würde, haben wir ein Webformular, in das man sich mit Kontaktinformationen und Anliegen einschreiben kann», so der Lenzburger. Die Anfragen publizieren sie dann in der WhatsApp-Gruppe und Helfer können sich dann direkt bei der anfragenden Person melden.

Was wurde bisher unternommen?

«Da ich es schade finden würde, wenn dieses grosse Hilfsangebot ungenutzt bleiben würde, fing ich an die Werbetrommel zu schwingen. Ich habe einen Flyer erstellt, der leicht geteilt und von jedem ausgedruckt werden kann. So hoffen wir, schneller auf uns aufmerksam machen zu können. Auch habe man regionale Druckereien nach unendgeldlicher Vervielfältigung der Flyer angefragt.

Ausserdem haben die Helfer Lenzburger Organisationen angeschrieben, die dankbar für das Angebot sein könnten oder oft mit der Zielgruppe zusammenarbeitet.

Rinaldo Feusi