Die geehrte Margrit Dieterle und Jury Präsident Daniel Birdermann.
z.V.g.
1/1 Die geehrte Margrit Dieterle und Jury Präsident Daniel Birdermann. z.V.g.
08.07.2019 09:00

Rotkreuzpreis 2019 für Margrit Dieterle

An der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Roten Kreuzes in St.Gallen wurde der Rotkreuzpreis für humanitäre Leistungen zum 8. Mal verliehen. Der mit 30‘000 Franken dotierte Preis wurde an die Oberentfelderin, Margrit Dieterle, Gründerin von «Sourcede vie» überreicht.

Region «Source der vie» hat in Benin ein Bildungszentrum für handwerkliche Berufe aufgebaut. Damit erhalten Jugendliche im eigenen Land eine Lebensgrundlage. Daniel Biedermann, Jury-Präsident und Mitglied des Rotkreuzrats, sagte zur Wahl: «‹Source de vie›  beeindruckte uns insbesondere durch sein grosses Freiwilligen-Engagement und die aussergewöhnliche Initiative einer Einzelperson.»

Ausbildung statt Auswanderung

«Der Verein ‹Source de vie›  hat zum Zweck, die Projekte des 2009 gründeten ONG (Organisation Non Gouvernemental) ‹Source de vie›  in Bénin zu unterstützen», erklärt die Präsidentin Margrit Dieterle des Vereins «Source de vie Schweiz». «Wir wollen damit jungen Menschen mit einer Ausbildung die Möglichkeit geben, eine Berufs- und Lebensgrundlage im eigenen Land aufzubauen, anstatt sich auf das Abenteuer Flucht nach Europa einzulassen.

Weit gefächerte Projekte

Werfen wir kurz ein Blick auf die weitreichenden Tätigkeiten von «Source de vie», so fällt die breite Vielfalt des Engagements auf: Bau eines Bildungszentrums, vier zweijährige Berufsbildung für Schneiderinnen und Schneider, davon auch zwei Kurse in weit abgelegenen Dörfern.

Nähmaschinen, Arbeitsmaterial werden zur Verfügung gestellt, Gebühren und Löhne der Lehrpersonen werden von «Source de vie» übernommen. Überdies sagt die Preisträgerin, betreibe der Verein eine private Primarschule mit Kindergarten, Aufgabenhilfe, Ferienkurse sowie, Sportmöglichkeiten und regelmässige Mahlzeiten. «Ein besonderes Projekt stellt der Bauernhof dar, der zum Ausbau der landwirtschaftlichen Schule für biologischen Landbau bestimmt ist, sowie eine Beherbergungsmöglichkeit für Lernende und Gäste bietet», berichtete Dieterle mit grosser Freude.

Ein Blick in die Zukunft sieht die Realisierung einer Palmölfabrik zur Verarbeitung der Früchte der eigenen Ölpalmen und eine eigene Fischzuchtanlage. Margrit Dieterle band den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von «Source de vie» ein grosses Kränzchen. Dies mit der Feststellung: «Dass sich kein einziger Unfall in den 9 Jahren unserer Aufbautätigkeit ereignet hat, erfüllt uns mit grosser Dankbarkeit», schloss Margrit Dieterle ihren Tour d’Horizon.

Peter Remund