(v.l.) Marc Philipp Seidel wird ab 1. Januar 2020 neuer Museumsleiter des Museums Burghalde Lenzburg und löst nach 13 Jahren Christine von Arx ab. Mit dabei Urs F. Meier, Präsident der Stiftung Museum Burghalde.
1/2 (v.l.) Marc Philipp Seidel wird ab 1. Januar 2020 neuer Museumsleiter des Museums Burghalde Lenzburg und löst nach 13 Jahren Christine von Arx ab. Mit dabei Urs F. Meier, Präsident der Stiftung Museum Burghalde.
Ein Museum für Kinder und Familien.  z.V.g.
2/2 Ein Museum für Kinder und Familien. z.V.g.
07.10.2019 08:00

Marc Philip Seidel wird Leiter des Museums Burghalde

Der Stadtrat von Lenzburg und der Stiftungsrat des Museums Burghalde haben den 41-jährigen gebürtigen Bündner Dr. Marc Philip Seidel zum neuen Leiter des Burghaldenmuseums gewählt. Er tritt am 1. Januar 2020 die Nachfolge von Dr. Christine von Arx an, die das Museum Burghalde in den vergangenen 13 Jahren mit grossem Erfolg geführt hat.

Lenzburg Der Kunsthistoriker Marc Philip Seidel ist kein Unbekannter, ist er doch bereits seit zwei Jahren für das Museum Burghalde im Einsatz und war auch für die Kunstsammlung der Stadt verantwortlich. Der Präsident des Stiftungsrat der Stiftung Museum Burghalde Lenzburg, Urs F. Meier, freute sich, Marc Philip Seidel als neuen Leiter des Museums vorzustellen. Er sei eine gute Wahl  für die Nachfolge von Christine  von Arx. «Wir sind überzeugt, Marc Philip Seidel ist der richtige Mann für die künftige Führung des Burghalde Museums», betonte auch der Stadtammann Daniel Mosimann bei der Vorstellung.

Marc Philip Seidel dankte seiner Vorgängerin Christine von Arx und Urs F. Meier lobte das bisherige Engagement des künftigen Leiters des Museums. «Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und dass sich der Stadtrat und Stiftungsrat für mich entschieden haben. Ich darf ein «Bijoux-Museum» übernehmen und damit der Lenzburger Bevökerung einen Dienst erweisen», versprach der neue Leiter sichtlich erfreut.

Erste Spuren Seidels im Museum Burghalde

Der Stiftungsratspräsident des Museums Burghalde Urs F. Meier wies bei der Vorstellung von Marc Philip Seidel auf das breit gefächerte Engagement während der zweijährigen Zusammenarbeit und des Umbaus des Museums hin. Seidel habe während der Gesamterneuerung des Museums sein Planungs- und Organisationsgeschick sowie seine innovativen Ideen einbringen können. Überdies konzipierte und leitete er die Veranstaltungsreihe zum Mondjubiläum «Over the Moon» und gründete die Lenzburg Space Agency LESA. Die Publikation zum Jubiläumsjahr «150 Johr Sophie Haemmerli-Marti» tragen ebenso sehr seine Handschrift.

Die Marketingkampagne «Lenzburgiana» mit den humoristisch illustrierten Lenzburger-Motiven gehe ebenso auf sein Konto. Marc Philip Seidels breitgefächertes Netzwerk ist ein Gewinn für das Museum und die Stadt. Er vertritt Lenzburg im Verein Industrie Welt Aargau. Lenzburg sei ein wichtiger Standort in der Industriegeschichte und hat international tätige Unternehmen wie Hero und Mammut sowie auch herausragende Persönlichkeiten in Bildung, Kultur und Wirtschaft  hervorgebracht, die der Zusammenarbeit dienen.

Neben seiner Haupttätigkeit in Lenzburg hat Seidel seit diesem Monat auch die kuratorische Leitung des Museums Eduard Spörri in Wettingen inne. «Die Synergien der beiden Museen seien augenfällig», erklärte Marc Philip Seidel.

Museum mit Vorbildfunktion

Der neue Leiter des Museums Burghalde verweist bezüglich seiner Ziele auf die kulturhistorische wertvolle Sammlung des Burghalde Museums. «Der kulturhistorische und künstlerische Fundus ist hier gewaltig», rühmt er. «Darin steckt für die Positionierung der reizvollen Stadt und des Museums ein enormes kulturhistorisches Potenzial», so Seidel. Zudem priorisiert der Kulturhistoriker die digitale Zugänglichkeit der der Sammlung: «Kultur muss für alle zugänglich sein. Die Institution Museum versteht sich als kollektives Gedächtnis von Stadt und Region. Sie will Vermittler als Vermittlungsort Türen öffnen und die Auseinandersetzung und die Identifikation mit der eigenen Vergangenheit fördern», legt Seidel sein Credo offen. Seidel wird das Museum in einem 60 Prozent-Pensum wahrnehmen. 

Von Peter Remund