Krimiautorin Ina Haller mit Sämi Steiner, Moderator von Kanal K.
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1/1 Krimiautorin Ina Haller mit Sämi Steiner, Moderator von Kanal K. Re
07.03.2018 17:14

«Ich schreibe, weil ich gerne lese»

Letzten Sonntag ging in der Stadtbibliothek Aarau der Live-Talk «ein Gast, ein Buch» über die Bühne. Ein Gast spricht mit einem Radio-Moderator über sein Leben. Ein ausgewähltes Buch des Gastes bildet den Ausgangspunkt.

Von Peter Remund

Aarau Talk-Gast von Moderator Sämi Steiner war die bekannte Krimiautorin Ina Haller. Sie diskutierten über das Buch «Die Sprache der Knochen» von Kathy Reichs. «Ich mag es sehr wie die Autorin schreibt», erklärte Ina Haller. «Das Buch fesselte mich auf den ersten Seiten bis zur letzten Seite». Der Thriller sei unheimlich spannend. Man rätselt, ob der Verdacht auch richtig sei, schildert sie, da sie sich auch mit der Hauptperson identifizieren könne.

Familienfrau und Buchautorin

«Lesen sie selber auch Krimis?», wollte der Moderator wissen. «Ich lese selber gerne Krimis, es ist ein guter Ausgleich zu meiner Aufgabe als Ehefrau und Mutter von drei Töchtern», berichtete die ursprünglich aus Deutschland stammende studierte Geologin, die mit ihrer Familie in der Nähe von Aarau wohnt. «Da ich gerne Krimis lese, habe ich 2010 auch begonnen zu schreiben», begründete Haller. Ein Vorteil sei es, dass sie ihre Zeit frei einteilen können. «Schreiben ist für mich, wie selber ein Buch lesen. Manchmal lese ich das gleiche Buch sogar mehrmals, schaue aber selten Fernsehen», schmunzelte die Buchautorin.

Ideen aus dem Umfeld

«Wie kamen Sie vom Lesen zum Schreiben und woher nahmen Sie das Wissen und die Ideen dazu?», fragte der Moderator. «Durch Zufall kam ich zum Schreiben, die Ideen geben mir mein Umfeld. Wenn man die Augen offen hält, sieht man immer etwas, das zu einem Roman verwendet werden kann». Teilweise musste die Autorin auch stundenlang telefonieren, um an brauchbare Informationen zu gelangen, oftmals kamen ihr die Ideen auch von selbst, erläuterte sie. «Mein Mann liest die Texte als erster, er ist mein bester Kritiker, unsere Kinder lesen sie noch nicht», betonte Ina Haller. Überdies lege sie Wert darauf, dass ihre Romane mit und in der Region verankert sind, was bedeute, dass auch Sprache und Idiome des Lebensraums in den Text einfliessen. Zum Schluss des Gesprächs verrät Ina Haller, dass demnächst ihr Kriminalroman «Der Fluch von Aarau» wiederum mit Andrina als Haupt-Protagonistin, erscheinen wird. Ab dem 15. März ist der neue Krimi in den Buchhandlungen erhältlich.

red@aarauer-nachrichten.ch