Die vier Lokalhistoriker bei einer Sitzung.
z.V.g.
1/1 Die vier Lokalhistoriker bei einer Sitzung. z.V.g.
05.07.2019 09:45

Eine Geschichtslektion der anderen Art

Am Montag und Dienstag der Jugendfestwoche nehmen vier Lenzburger Interessierte mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte: 1949 bis 2019. Wie änderte sich die Innenstadt, wie war es für die Generation, die heute zu den Senioren gehört und was behielt Lenzburg aus der alten Zeit? Solche und weitere Fragen werden an den zwei Führungen beantwortet.

Lenzburg Für die Jugendfestwoche dachten sich vier Herren aus Lenzburg etwas Besonderes aus: eine Zeitreise durch die Lenzburger Innenstadt. Die Herren sind allesamt bekannte Lenzburger. Ruedi Baumann, Rolf Bachmann, UIrich Steinmann und Max Werder. Die Zeitreise ist ein Rundgang. Auf diesem wollen sie zwar Geschichte vermitteln, sich aber vorwiegend auf das Geschichtenerzählen konzentrieren. «Die Teilnehmer sollen gut informiert, aber vor allem bestens unterhalten den Heimweg antreten», meint Baumann. Erzählt werden sollen 70 Jahre Stadtentwicklung Lenzburg.

Döffs es bizli meh sii?

Schwerpunkt bei den Geschichten sollen nicht historische Bauten, Jahreszahlen oder Komplexitäten sein. Viel mehr wolle man sich auf die Menschen in den Geschichten konzentrieren, erklären die Senioren. Denn über alte Zeiten soll man lachen: «Wir wollen die damaligen zeichnenden Akteure des Stadtlebens darstellen wie sie waren. Dazu gehören auch Gerüchte», verrät Baumann. Man habe nicht vergessen, in welcher Wohnung welcher Besucher gerne länger blieb, oder was über die Waage Metzger Dietschis gemunkelt wurde. An seinen berühmten Satz «Döffs es bizli meh sii?» würden sich wohl noch einige ältere Lenzburger erinnern, scherzt Werder.

Keine Konkurrenz

Mit ihrem Programm wollen die vier Senioren nicht mit den bereits bestehenden Führungen konkurrieren. Im Gegenteil, sie empfehlen für historisch Interessierte sogar die an den Führungen des Stadttourismus oder auch einen Besuch im Museum Burghalde. Nach jeder der Führungen winkt den Teilnehmern ein Apéro.

Von Rinaldo Feusi