Die Pfadi St. Georg macht das ganze Jahr hindurch tolle Anlässe für Kinder.
z.V.g.
1/2 Die Pfadi St. Georg macht das ganze Jahr hindurch tolle Anlässe für Kinder. z.V.g.
Jedes Jahr wird zudem eine Waldweihnacht gefeiert.  z.V.g.
2/2 Jedes Jahr wird zudem eine Waldweihnacht gefeiert. z.V.g.
13.03.2020 08:00

«Die ganzheitliche Entwicklung des Menschen steht im Vordergrund»

Frische Luft, dreckige Finger und ein Lagerfeuer mit gegrillten Marshmallows – oder wie stellen Sie sich die Pfadi vor? Am 14. März ist der Nationale Pfaditag, der zum Schnuppern einlädt. Auch die Pfadi St. Georg in Safenwil freut sich auf neue Gesichter.

Safenwil Können Sie ein Zelt aus Blachen, Ästen und ein bisschen Schnur bauen? Jeder, der früher Pfadfinder war oder immer noch ist, wird diese Frage mit einem Ja beantworten können. Allen anderen empfiehlt es sich, beim Nationalen Pfaditag, am 14. März, vorbeizuschauen. Dieser dient nämlich zum Reinschnuppern. Die Pfadi trifft sich jeden Samstag. Die Kinder und Jugendlichen unternehmen Ausflüge, erleben Abenteuer und lernen viel über sich und die Natur.

Gian Widmer, Abteilungsleiter der Pfadi St. Georg in Safenwil, meint: «Die ganzheitliche Entwicklung des Menschen steht im Vordergrund. Wir pflegen dazu fünf Beziehungen: zur Persönlichkeit, zum Körper, zu den Mitmenschen, zum Spirituellen und zur Umwelt.

Diese bilden das inhaltliche Gerüst aller Aktivitäten.» Die Pfadi Safenwil, die auch Kölliken und Bottenwil zu ihrem Einzugsgebiet zählt, pflege aufgrund der kompakten Grösse schon fast ein familiäres Verhältnis. Für Gian Widmer, der den Pfadinamen «Sirius» trägt, sei es eine Art Lebenswerk: «Sie raubt einem zwar viel Zeit, gibt aber umso mehr positive Erlebnisse und Erfahrungen, an die man sich für immer erinnern wird, zurück.»

Quereinsteiger willkommen

Doch auch die Jugendorganisation hat mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen. Eine der grössten ist wohl, dass es sich schwer gestaltet, neue Leiter und Leiterinnen zu finden. «Wir haben seit einigen Jahren mit einem Leiterschwund zu tun, der sich Ende 2018 drastisch zugespitzt hat. Mit Unterstützung des Kantonalverbandes und vielen Freiwilligen stehen wir seit einiger Zeit wieder auf trockenem Boden, trotzdem stellt die Leiterfindung weiterhin eine zentrale Herausforderung dar.» Schliesslich brauche es immer Leute, die Fotos schiessen, in einem Lager kochen, den Social-Media-Kanal oder die Webseite betreuen. «Auch Quereinsteiger, also Nicht-Pfadis welche gleich zu Leitern werden, sind häufig und gerne gesehen. Man braucht kein Vorwissen, sondern kann gleich ins Leiterteam integriert werden.

Von Corinne Bürki