In puncto Sicherheit gäbe es auf den Verkehrswegen erheblichen Nachholbedarf.
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1/1 In puncto Sicherheit gäbe es auf den Verkehrswegen erheblichen Nachholbedarf. Bild: Pixabay.com © confessus (CC0 Creative Commons), Pixabay.com © hans (CC0 Creative Commons)
08.07.2019 08:56

Aktiv auf den Schweizer Strassen: Sicher Velo und E-Scooter fahren

Velofahrer sind auf den Schweizer Strassen längst keine Ausnahmeerscheinung mehr. Vielmehr steigt die Anzahl an E-Bikes auf den Verkehrswegen kontinuierlich an. Immer häufiger kommt es zu schweren Unfällen, an denen Velo-Fahrer beteiligt sind. Grund genug für die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung, einen sensibleren Umgang mit dem Thema zu fordern.

Velo-Fahrer unterschätzen häufig Tempo und Bremsweg

Neben der Beratungsstelle für Unfallverhütung organisieren die Velo-Clubs eigenständige Protestfahrten. Sie wollen sich aufgrund der gehäuften Unfallmeldungen in Aarau und anderen Landesteilen für mehr Sicherheit auf den Strassen einsetzen. Das Ziel: verstärkt gegen diejenigen vorgehen, welche die Strassen missbräuchlich als Rennstrecke nutzen.

E-Scooter verstärkt als Alternative zum Velo genutzt

Viele Menschen lieben das unkomplizierte und flexible Fahren mit einem umweltfreundlichen, elektrisch angetriebenen E-Scooter, beispielsweise von Bikester. Sie kommen – trotz Handicap, hohen Alters oder grossstädtischem Staus – schnell vorwärts. Doch besonders im Hinblick auf die E-Bike-Käufe steigt die Zahl verunglückter Fahrer rasant an. Laut Hochrechnungen der BFU verunglücken jährlich durchschnittlich 26.000 Velo-Fahrer. Auf das nachhaltige betriebene E-Scooter umzusteigen, ziehen viele Bürger nach dessen legalisierter Verkehrszulassung in Betracht. Obacht ist auch hier geboten, da nicht jedes Fahrzeug auf den Strassen zugelassen ist. Verkehrsrechtlich betrachtet unterscheiden sich die Fahrzeuge nicht von den grösseren Velos. Sie dürfen – als Leicht-Motorfahrräder geltend – auf Velowegen und Fussgängerwegen fahren.

Bremsvorgang nicht zu unterschätzen

Obwohl die umweltfreundlichen E-Scooter lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 25 Km/h erreichen: Ihre Fahrgeschwindigkeit und der damit verbundene Bremsweg sind nicht zu unterschätzen. Eine schnelle Fahrt ist durchaus mit einer Tour mit dem Velo gleichzusetzen. Erschwerend hinzu kommt, dass die kleinen Räder ein plötzliches Bremsmanöver komplizierter machen. Ebenso wie bei den Velo- Fahrern gehört eine zu hohe Geschwindigkeit zu den Hauptunfallursachen.

Folgende Massnahmen erhöhen die eigene Sicherheit

Um folgenschwere Unfälle im Strassenverkehr zu vermeiden, plädieren BFU, Versicherungen und Velo-Clubs langfristig für Temporeduktionen. Wer sicher unterwegs sein möchte, sollte ein passendes Fahrzeug kaufen und sich vor der Anschaffung Rat holen. Mit Fehlern, die andere Verkehrsteilnehmer begehen, sollte immer gerechnet werden. Um lebensgefährlichen Verletzungen im Kopfbereich zu entgehen, empfiehlt sich das Tragen eines verkehrssicheren Helms. Auffällige Kleidung oder am Fortbewegungsmittel angebrachte Leuchten erleichtern es anderen Fahrern, die Umrisse im Dunkeln wahrzunehmen.

pd

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