Theatergruppe Rothrist will es wieder einmal wissen. V.l.: Kevin Ischi, Marina Aegerter, Stefanie Siegrist, Dominique Baumann, Annina Beusch und Raffael von Arx.
1/7 Theatergruppe Rothrist will es wieder einmal wissen. V.l.: Kevin Ischi, Marina Aegerter, Stefanie Siegrist, Dominique Baumann, Annina Beusch und Raffael von Arx.
Die ganze Theatergruppe Rothrist auf ihrem Ausflug in den Europapark in Rust.
2/7 Die ganze Theatergruppe Rothrist auf ihrem Ausflug in den Europapark in Rust.
Impressionen aus den Theaterproben für das aktuelle Stück.
3/7 Impressionen aus den Theaterproben für das aktuelle Stück.
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Die ganze Theatergruppe Rothrist auf ihrem Ausflug in den Europapark in Rust.  z.V.g.
6/7 Die ganze Theatergruppe Rothrist auf ihrem Ausflug in den Europapark in Rust. z.V.g.
Impression aus den Theaterproben für das aktuelle Stück.  z.V.g.
7/7 Impression aus den Theaterproben für das aktuelle Stück. z.V.g.
12.10.2018 08:00

Jeder kann es gewesen sein

Es ist der neuste Streich der jungen Theatergruppe aus Rothrist: «Jeder kann es gewesen sein». Am Wochenende vom 12. und 13. Oktober führen sie ihr neues Stück von Alan Ayckbourn im Ref. Kirchgemeindehaus auf.

Rothrist Ihre gemeinsame Bühnengeschichte begann in einem Freifachkurs. Die acht Bezirksschüler Dominique, Kevin, Raffael, Marina, Stefanie, Annina, Rhea und Doris opferten damals reihenweise Mittwochnachmittage für ihre neu entdeckte Leidenschaft. Der Lehrer Stephan Hodonou war so begeistert vom Engagement der Jugendlichen, dass er kurzerhand beschloss, mit den damals 13- und 14-Jährigen erstmals ein Theaterstück vor echtem Publikum aufzuführen. «Er sah uns zu Höherem berufen», erzählt Marina Aegerter. Und damit lag er goldrichtig. Denn ihr erstes Stück «Romea und Julio» schlug ein wie eine Bombe und das Publikum war begeistert von der Bühnenpräsenz der jungen Theaterleute.

Von diesem Moment an ist die Truppe das Bühnenfieber nicht mehr losgeworden. Auch nach ihrem Abschluss haben die Schulfreunde weiterhin gemeinsam Theaterstücke aufgeführt. «Obwohl wir alle völlig verschiedene Charaktere sind, hat uns diese Leidenschaft immer verbunden. Mittlerweile sind 14 Jahre vergangen und es gibt uns immer noch», so Marina Aegerter.

Nur von einem Mitglied, Doris Wittwer, musste sich die Theatergruppe nach einigen Jahren verabschieden, da sie die Zeit für das aufwändige Hobby nicht mehr aufbringen konnte. Die übrigen sieben tun sich alle zwei, drei Jahre wieder zusammen, um gemeinsam Theaterstücke einzustudieren. Für alle Vorbereitungen inklusive Proben rechnen sie jeweils mit einem guten halben Jahr.

Denn die ehemaligen Schulkollegen spielen die Theaterstücke nicht nur in Eigenregie, sondern kümmern sich auch gleichzeitig um das ganze Drumherum mit Bühnenbau, Kostümen usw.

Alltagsdramen mit einer Prise schwarzem Humor

Dieses Jahr ist es nun wieder einmal soweit und die Theatergruppe führt im Ref. Kirchgemeindehaus in Rothrist das achte Stück ihrer Karriere auf. «Jeder kann es gewesen sein» ist dabei schon das dritte Stück, welches sie vom berühmten britischen Komödienautor Alan Ayckbourn zeigen. «Ayckbourn ist bekannt dafür, Familien und Pärchen mit ihren Alltagsproblemchen auf eine witzige Art zu darzustellen. Damit kann sich das Publikum identifizieren», so Marina Aegerter.

Für die diesjährige Produktion muss die Theatergruppe aber auf eine im Bunde verzichten. Rhea Erismann macht einen Auslandaufenthalt und kann deshalb nicht mit dabei sein. Während ihrer Abwesenheit legen sich die sechs Verbliebenen aber umso mehr ins Zeug, die dramatische Geschichte der künstlerisch unbegabten Geschwister Chalke und deren Familientragödie zu inszenieren. Denn ein Mord geschieht und jeder kann es gewesen sein...

Irene Müller