Der Vorstand der gemeinnützigen Frauen von links: Marlen Fehr, Margrit Deubelbeiss, Ruth Schlienger, Anne Marie Geitlinge, Christiane Muff, Bea Bossard und Brigitte Wiezel. Sie stemmen die Verantwortung über viele gemeinnützige Projekte.
z.V.g.
1/2 Der Vorstand der gemeinnützigen Frauen von links: Marlen Fehr, Margrit Deubelbeiss, Ruth Schlienger, Anne Marie Geitlinge, Christiane Muff, Bea Bossard und Brigitte Wiezel. Sie stemmen die Verantwortung über viele gemeinnützige Projekte. z.V.g.
Der Vorstand der gemeinnützigen Frauen von links: Marlen Fehr, Margrit Deubelbeiss, Ruth Schlienger, Anne Marie Geitlinge, Christiane Muff, Bea Bossard und Brigitte Wiezel. Sie stemmen die Verantwortung über viele gemeinnützige Projekte.
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2/2 Der Vorstand der gemeinnützigen Frauen von links: Marlen Fehr, Margrit Deubelbeiss, Ruth Schlienger, Anne Marie Geitlinge, Christiane Muff, Bea Bossard und Brigitte Wiezel. Sie stemmen die Verantwortung über viele gemeinnützige Projekte. z.V.g.
06.10.2018 09:00

«Es ist wieder Zeit, sich sichtbar zu machen!»

Seit 1888 wird bei den Gemeinnützigen Frauen still und emsig zum Wohle der Gesellschaft gearbeitet. Diese Arbeit erwirtschaftet jährlich einen Vergaben-Betrag von 80'000 Franken. Er geht komplett an Bedürftige. Nach 130 Jahren sagen die Frauen nun aber: «Wir machen uns sichtbar!» In der Markthalle wollen sie dies am 20. Oktober in Form eines Festes und Infoanlasses zeigen.

Aarau Kitas mit höherem Standard als es die Stadt verlangt, Tischlein deck dich, Handarbeitsstübli, eine Brocki und jährliche Vergaben in der Höhe von 80'000 Franken – alles Dinge, die von den Gemeinnützigen Frauen Aaraus erarbeitet, geführt und verwaltet werden. Seit 130 Jahren stehen sie für Qualität und Fleiss.

Doch der Verein droht zu überaltern. Am 20. Oktober wollen sie erneut auf sich aufmerksam machen. «Wir brauchen neue Mitglieder und auch junge Frauen. Unser Dienst ist wichtig und das wollen wir einmal mehr präsentieren», erklärt Bea Bossard. Sie ist die Präsidentin der Region. Für die Organisation ist Christiane Muff verantwortlich. Sie erhofft sich von dem Anlass vor allem junge Frauen: «Unsere Arbeit ist so wertvoll. Doch sie erledigt sich nicht von selbst und wir werden nicht jünger.»⋌Forts. auf Seite 2

Die Ressorts präsentieren sich

Alle Arbeitsfelder der Gemeinnützigen Frauen werden in der Markthalle präsentiert. Mit den Kindern wird sich selbstverständlich die Kitas Känguru. Aus der Brocki kommen viele Bilder zum Erwerb oder Bewundern und das Handarbeitsstübli präsentiert das Sortiment und lismet mit Leuchtwolle – ganz nach dem Motto «Wir machen uns sichtbar». Das habe einen guten Grund, wie Christiane Muff erklärt: «Es wird ja wieder früher dunkel, also dachten wir, Kappen oder Stülpen aus Leuchtwolle seien da sinnvoll.» Die Besucher dürfen ebenfalls mitlismen. Wer zu Hause noch Lebensmittel hat, die er nicht braucht, darf diese gerne mitbringen. Wichtig dabei ist, dass die Verpackungen unbeschadet und sauber datiert sind. Die Cafeteria wird mit Kuchen-Kreationen auftrumpfen und Filme werden über die Tätigkeiten der Gemeinnützigen Frauen aufklären.

Freiwilligenarbeit soll wieder geschätzt werden

Freiwilligenarbeit sei brotlos, meint Bea Bossard. Sie ist der Meinung, sie werde zu wenig geschätzt: «Eigentlich sollten die Frauen einen Monat lang nichts tun, damit der Gesellschaft wieder bewusst wird, wie wichtig wir sind.» Was sie sagt, hat Hand und Fuss. Ein Tischlein deck dich, ohne die Hilfe der Gemeinnützigen Frauen wäre kaum durchführbar. Auch die Kitas Känguru punkten durch höchste Qualität. Es werden laufend fünf Lehrlinge ausgebildet und die Qualität ist höher, als der Standard der vonseiten der Stadt festgelegt wird. «Wir bieten mehr Fläche und mehr Personal als man eigentlich müsste», erklärt Bea Bossard. Wer sich tiefgehender informieren möchte, sei am 20. Oktober herzlich eingeladen.

Rinaldo Feusi