Der Vordemwaldner Künstler Samuel Peyer zeigt am Wochenende vom 13. und 14. Oktober neue Skulpturen.
1/2 Der Vordemwaldner Künstler Samuel Peyer zeigt am Wochenende vom 13. und 14. Oktober neue Skulpturen.
Samuel Peyer an der Arbeit am Schellenhimmel. Fredi Hotz
2/2 Samuel Peyer an der Arbeit am Schellenhimmel. Fredi Hotz
03.10.2018 08:00

Die etwas andere Atelier-Ausstellung

Im Rahmen der Museumssonntage im oberaargauischen Eriswil zeigt der Vordemwaldner Künstler Samuel Peyer am Wochenende vom 13. und 14. Oktober neue Skulpturen. Entstanden sind Eisenplastiken, die er in den vergangenen Wochen in seinem Atelier in Vordemwald geschweisst hat.

Vordemwald Noch in Arbeit, aber rechtzeitig fertig für die Vernissage vom 13. Oktober, ist der Schellenhimmel. «Schon immer war es mein Wunsch, eine begehbare Skulptur zu schaffen», sagt der Künstler anlässlich eines Besuchs in seinem Atelier in Vordemwald. «Mit dem Schellenhimmel ist dieser Wunsch nun in Erfüllung gegangen.» Inspiriert von einer Garnitur Schellen, wie sie früher den Zugpferden von Pferdeschlitten angezogen wurden und die der Künstler von einem Freund geschenkt bekommen hat, konstruierte er einen begehbaren Kubus mit frei schwingendem Boden. Durch die Aufhängung des Bodens mit Federung kann der Betrachter, der zum Akteur wird, mit seinen Bewegungen selber bestimmen, wie laut die Schellen ertönen sollen. Eine Skulptur, die mit allen Sinnen erfasst werden kann. Die Seitenwände sind aus bäuerlichem Schrott geschweisst, nicht fehlen dürfen Hufeisen, aber bei genauer Betrachtung findet man auch Zangen, Scharniere und über hundert Schrauben. «Der Schellenhimmel ist – genau wie alle meine Werke – ohne Skizze, Modell oder Plan entstanden. Ich habe eine Idee im Kopf und diese setze ich sozusagen freihändig um.

Ich habe in diesem neusten Werk meine Technik aus den Anfängen der Kuben verfeinert und mit neuem Material erweitert.» Der Künstler folgt seiner Intuition und seiner langjährigen Erfahrung mit dem Material und dem Schweissapparat.

In der Symmetrie, die unaufdringlich herrscht, aber nicht dominiert, erreicht der Schellenhimmel eine Harmonie, die in der grünen Umgebung von Jürg Dutlys «Museum» wunderbar zur Geltung kommen wird.

Samuel Peyer und Jürg Dutly freuen sich auf viele interessierte Besucher am letzten Wochenende der Museumtage dieses Jahres.

Ursula Liebich